Zurück zur Startseite
 
 
Zurück zur Startseite
 

Der Gebäudeenergiepass bzw. -ausweis

Gebäudeenergiepass

Anders als bei Autos oder Haushaltsgeräten wissen Käufer oder Mieter von Wohnungen und Häusern nur wenig über deren Energiebedarf. Objektive Informationen sind Mangelware, Vergleichsmaßstäbe fehlen. Die Europäische Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden verpflichtet alle Mitgliedsstaaten einen Energieausweis für Gebäude einzuführen.

Mit der neuen EnEV 2007 wurde die bereits für Neubauten bestehende Ausweispflicht auch auf bestehende Gebäude ausgeweitet. Bei Verkauf, Vermietung, Verpachtung oder Leasing eines Gebäudes muss ab dem 01.07.2008 dem Interessenten ein Energieausweis „zugänglich gemacht“ werden.

Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis?

  • Der Bedarfsausweis ermittelt den Energiebedarf anhand der Gebäudeeigenschaften, etwa der Dämmqualität von Wänden und Fenstern sowie der Qualität der Heizanlage. Auf Grundlage der Berechnungen können konkrete Modernisierungsratschläge und das daraus resultierende Einsparpotential angegeben werden.
  • Der Verbrauchsausweis stützt sich auf den bisherigen Energieverbrauch der Bewohner. Er wird auf Basis von mindestens drei aufeinanderfolgenden Heizkostenabrechnungen berechnet. Konkrete Vorschläge für eine Modernisierung bekommt der Eigentümer aber nur als Anlage zum Bedarfspass.
  • Grundsätzlich können Energieausweise für bestehende Gebäude entweder auf der Grundlage des berechneten Energiebedarfs oder des gemessenen Energieverbrauchs ausgestellt werden.

    Dabei gelten folgende Regelungen:

    Wahlrecht zwischen Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis
  • Wohngebäude mit bis zu 4 Wohneinheiten, die auf der Grundlage der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 oder später errichtet wurden
  • Wohngebäude mit mehr als 4 Wohneinheiten, unabhängig welches Baujahr
  • Nichtwohngebäude
  •  

    Pflicht Bedarfsausweis
  • Wohngebäude mit bis zu 4 Wohneinheiten, die vor der 1. Wärmeschutzverordnung errichtet wurden

  • Bis zum 01.10.2008 ist es möglich, für alle Gebäude zwischen dem Bedarfsausweis und dem Verbrauchsausweis zu wählen.
    Der Energieausweis hat im Regelfall eine Gültigkeit von 10 Jahren.

     

    Einführungsfristen für die Ausstellungspflicht von Energieausweisen
  • Für Wohngebäude, die vor 1965 fertig gestellt wurden, ab 01.07.2008
  • Jüngere Wohngebäude ab dem 01.01.2009
  • Nichtwohngebäude ab 01.07.2009
  •  

    Ausnahme Baudenkmäler
    Für denkmalgeschützte Gebäude ist die Ausstellung von Energieausweisen nicht verpflichtend. Es soll vermieden werden, dass das Erscheinungsbild von Baudenkmälern durch einen erhöhten Modernisierungsdruck beeinträchtigt wird.

     

     

    Aktuelles

    31.03.2017
    Was hat Energie mit Umwelt-&Klimaschutz zu tun? Wie kommt der Strom in die Steckdose und warum sollte man Elektrogeräte nach dem Gebrauch immer ausschalten? Diese und noch viele andere Fragen wurden im Rahmen einer Projektwoche den Schüler*innen der Grundschule in Düppenweiler auf spielerische Weise nahe gebracht.>>> mehr
    06.02.2017
    Ab sofort können private Eigentümer wieder Zuschüsse für Maßnahmen zur Barrierereduzierung bei der KfW beantragen. Im Jahr 2016 war die Nachfrage in der Zuschussförderung so groß, dass bereits im Juli 2016 die Haushaltsmittel von über 49 Mio. Euro aufgebraucht waren. Für 2017 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die Fördermittel für Maßnahmen zur Barrierereduzierung auf 75 Mio. Euro und für Maßnahmen zum Einbruchschutz von 10 Mio. auf 50 Mio. Euro deutlich erhöht.>>> mehr
    06.02.2017
    Wie eine Umfrage der DENA bestätigt achten etwa 73% der Deutschen beim Autokauf auf das Energieeffizienzlabel. Auf Kühlschränken und Waschmaschinen hat sich das Label schon länger etabliert und auch bei Neuwagen ist es inzwischen auch ein Muss.>>> mehr