Förderung von Energieeffizienz-Netzwerken in Kommunen

Besondere Schwerpunkte im nationalen Aktionsplan Energieeffizienz sind die Bildung von 500 Energieeffizienz-Netzwerken und die Förderung von kommunalen Energieeffizienz-Netzwerken, wodurch ein wesentlicher Beitrag zur prognostizierten Einsparung bis 2020 erzielt werden soll. Im Rahmen des 1. Fördermoduls der Richtlinie „Förderung von Energieeffizienz-Netzwerken in Kommunen“ unterstützt der Bund über das BAFA die Gewinnung von Kommunen für die Einrichtung eines Energieeffizienz-Netzwerks (Gewinnungsphase) sowie die professionell betreute, mehrjährige Netzwerkzusammenarbeit (Netzwerkphase).

Das Förderkonzept ergänzt mit diesem Ansatz bereits bestehende Förderprogramme der Bundesregierung im Rahmen der Klimaschutzinitiative. Die Förderung erfolgt als Projektförderung auf Ausgabenbasis und wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Antragsberechtigt sind alle natürlichen und juristischen Personen, die als Netzwerkmanager über ausreichende wirtschaftliche und zeitliche Ressourcen, die erforderliche Zuverlässigkeit sowie die fachliche Kompetenz zum Aufbau und Betrieb eines Energieeffizienz-Netzwerkes verfügen. Unter einem „Energieeffizienz-Netzwerk“ versteht das BAFA den Zusammenschluss von Kommunen und/oder Verwaltungseinheiten der Landkreise (Netzwerkteilnehmer) und einem Netzwerkteam (bestehend aus Netzwerkträger und –Initiatoren, Netzwerkmanager, energietechnischem Berater und Moderator der Netzwerktreffen). Die Mindestanforderungen an das Netzwerkteam, die Netzwerkarbeit und formelle Anforderungen sind in der Richtlinie in der Anlage 1 beschrieben.

Die Höhe des nicht rückzahlbaren Zuschusses beträgt für die Netzwerkphase im ersten Förderjahr bis zu 70 % der förderfähigen Ausgaben, maximal jedoch 20.000 Euro pro Netzwerkteilnehmer. In den Folgejahren betragen die Zuwendungen bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben, jedoch maximal 10.000 Euro pro Netzwerkteilnehmer. Bei der Teilnahme aller Kommunen eines Landkreises in einem Netzwerk beträgt die Zuwendung maximal 360.000 Euro. In der Gewinnungsphase sind alle Sachausgaben, die für die Gewinnung von Netzwerkteilnehmern notwendig und angemessen sind, förderfähig. Die Zuwendung erfolgt in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses bis zu 100% der förderfähigen Ausgaben, höchstens jedoch bis zu 3000 Euro  pro Netzwerk-Projekt.

Die Auszahlung der Förderung erfolgt ausschließlich an den Antragsteller (Netzwerkmanager). Dieser wird verpflichtet, die Zuwendung entsprechend dem Förderziel zu verwenden und diese nach Nr. 12 der VV zu § 44 an den Zusammenschluss der Netzwerkteilnehmer weiterzuleiten.

Die Förderung der Gewinnungsphase ist pro Netzwerk auf neun Monate, die Förderung der Netzwerkphase auf einen Zeitraum von drei Jahren pro Netzwerk beschränkt und beinhaltet keine Förderung investiver Maßnahmen. Die Förderung von Maßnahmen entsprechend dieser Richtlinie schließt die Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln anderer Förderprogramme des Bundes oder der Bundesländer für gleichartige Maßnahmen aus.

Für Rückfragen zum Thema und der Förderung von „kommunalen Energieeffizienz-Netzwerken“ steht Ihnen die ARGE SOLAR (Ansprechpartner: Ralph Schmidt - 0681/99884-101) sowie die Energieversorgungsunternehmen des Saarlandes, Stadt- und Gemeindewerke vor Ort gerne zur Verfügung. Diese wollen „Energieeffizienz-Netzwerke“ ihrerseits voranbringen und unterstützen daher saarländische Kommunen und Landkreise aktiv bei deren Umsetzung von Energieeffizienzstrategien und -Maßnahmen vor Ort.

Weitergehende Formulare, FAQ und Ansprechpartner des BAFA zum Fördermodul 1 finden Sie auf der Homepage des BAFA.

 

 



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