Absatz von Solarwärmeanlagen leicht gestiegen

Der Markt für Solarwärmeanlagen wächst. Das geht aus der jüngsten Kollektorabsatzstatistik des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) und des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) hervor. Demnach wurden von November 2015 bis März 2016 rund 7 Prozent mehr Solarkollektoren verkauft als ein Jahr zuvor. Insgesamt waren Ende 2015 bereits 2,1 Millionen Solarwärmeanlagen in Deutschland installiert.

"Angesichts des Modernisierungsstaus in unseren Heizkellern ist es höchste Zeit für eine echte Wärmewende. Damit die Solarwärme ihren Beitrag liefern kann, muss der Markt stark anziehen. Die vergangenen Monate haben ihn stabilisiert und liefern die Voraussetzung für weiteres Wachstum", sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des BSW-Solar, anlässlich des 26. OTTI Symposium Thermische Solarenergie in Bad Staffelstein. "Der momentan noch niedrige Ölpreis hält viele Menschen zu recht nicht von einer Heizungsmodernisierung und dem Umstieg auf Erneuerbare Energien ab. Jetzt, am Ende der Heizperiode, ist ein günstiger Zeitpunkt für die eigene Wärmewende. Die Förderung war noch nie so attraktiv wie heute."

In seiner Studie Was kostet die Energiewende? aus dem Jahr 2015 skizziert das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) einen solarthermischen Ausbau auf 159 GW bis ins Jahr 2050, um die energiebedingten CO2-Emissionen um 85 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. 159 Gigawatt solarthermische Leistung entsprechen einer Gesamtkollektorfläche von 227 Millionen Quadratmetern. Das ist rund das Zehnfache der heute installierten Fläche.

Zusätzlich zu der im letzten Jahr erhöhten MAP-Förderung können nun auch Zuschüsse aus dem Anreizprogramm Energieeffizienz beantragt werden. Dadurch erhöht sich die Förderung bei Einbau oder Nachrüstung einer Solarwärmeanlage zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung um 20 Prozent. Bei gleichzeitiger Optimierung der Heizungsanlage gibt es einen Zusatzbonus von weiteren 600 Euro. Somit gewährt der Staat für neue Solaranlagen in Kombination mit einem neuen Brennwertgerät in der Regel mindestens 3.600 Euro an Zuschüssen.

Mit der Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) Anfang des Jahres sank der maximal zulässige Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasser, Kühlung und Lüftung um 25 Prozent. Das heißt, dass Neubauten faktisch nicht mehr ohne den Einsatz Erneuerbarer Energien auskommen.

Besonders preiswert lassen sich die gesetzlichen Standards durch die Kombination einer Solaranlage mit einem Gas-Brennwertkessel erfüllen, noch klimafreundlicher mit der Kombination einer Solar- und Pelletheizung.

Quelle Bundesverband Solarwirtschaft



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