Gebäude ressourcenschonend bauen und sanieren

Der Bausektor ist einer der Wirtschaftszweige mit dem höchsten Ressourcenverbrauch. Dadurch birgt diese Branche ein erhebliches Potenzial zur Ressourcenschonung. Vor dem Hintergrund des Klimaschutzes und der steigenden Energiepreise steht eine nachhaltige Bauweise auf Seiten der Kunden immer höher im Kurs. Wie groß bei einem Gebäude der Hebel für zur Steigerung der Nachhaltigkeit sein kann, zeigt sich durch die Fülle möglicher Ansatzpunkte.

Wie sich Ressourceneffizienz in einem Gebäude in die Praxis umsetzen lässt, zeigt das neueste Informationsangebot des VDI Zentrums Ressourceneffizienz. Die interaktive Planungsskizze eines ressourcenschonenden Gebäudes beinhaltet aktuell rund 20 Informationspunkte mit konkreten Anregungen, exemplarischen Berechnungen und Beispielprojekten, angefangen von der Auswahl ressourcenschonender Baustoffe über Einbauten zur Senkung des Energieverbrauchs, dem sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser bis hin zur Recyclingfähigkeit der verbauten Materialien am Ende der Nutzungsphase eines Gebäudes

Wärmedämmung für mehr Ressourcenschonung und Energieeffizienz
Vor dem Hintergrund, dass in Privathaushalten rund ein Drittel der Energiekosten in Deutschland für Raumwärme und Warmwasserbereitung aufgewendet werden, spielt die optimale Dämmung eine zentrale Rolle bei der energetischen Gebäudesanierung und der Reduzierung des Energieverbrauchs. In der interaktiven Skizze des ressourcenschonenden Gebäudes werden die verschiedenen Einbausituation einer Dämmung – Kellerdecke, Kellerwand, Flach- oder Steildach, Außenwände, Geschossdecken – integriert und auf ihre Einsatzmöglichkeiten hin bewertet.

Viel Potenzial zur Ressourcenschonung liegt im Umgang mit der Ressource Wasser, wie das Modell des ressourcenschonenden Gebäudes zeigt. Da sowohl die Trinkwasserbereitstellung als auch die Abwasseraufbereitung mit erheblichen Kosten verbunden sind, lassen sich mit einem innovativen Abwassermanagement die Betriebskosten eines Gebäudes deutlich senken. So kann mit einem Verfahren zur Separierung von Abwässern Grauwasser vom Schwarzwasser getrennt und einer Zweitnutzung zugeführt werden, beispielsweise als Toilettenspülwasser. Dadurch ließe sich neben der Ressource Trinkwasser auch Energie sparen.

Auch Maßnahmen außerhalb des Gebäudes können dessen Ressourceneffizienz  deutlich steigern: Werden Flächen entsiegelt oder Dächer begrünt, führt dies das Regenwasser direkt dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zu. Neben dem Klimaschutzaspekt machen sich diese Schritte auch finanziell durch ein geringeres Niederschlagswasserentgelt bemerkbar. Bewachsene Dächer beispielsweise leisten ebenfalls einen Beitrag zur Energieeffizienz, indem sie als natürliche Klimaanlage das Haus vor Hitze schützen.

Weitere Informationen auf der Internetseite des VDI Zentrums Ressourceneffizienz




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Aktuelles

31.03.2017
Was hat Energie mit Umwelt-&Klimaschutz zu tun? Wie kommt der Strom in die Steckdose und warum sollte man Elektrogeräte nach dem Gebrauch immer ausschalten? Diese und noch viele andere Fragen wurden im Rahmen einer Projektwoche den Schüler*innen der Grundschule in Düppenweiler auf spielerische Weise nahe gebracht.>>> mehr
06.02.2017
Ab sofort können private Eigentümer wieder Zuschüsse für Maßnahmen zur Barrierereduzierung bei der KfW beantragen. Im Jahr 2016 war die Nachfrage in der Zuschussförderung so groß, dass bereits im Juli 2016 die Haushaltsmittel von über 49 Mio. Euro aufgebraucht waren. Für 2017 hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die Fördermittel für Maßnahmen zur Barrierereduzierung auf 75 Mio. Euro und für Maßnahmen zum Einbruchschutz von 10 Mio. auf 50 Mio. Euro deutlich erhöht.>>> mehr
06.02.2017
Wie eine Umfrage der DENA bestätigt achten etwa 73% der Deutschen beim Autokauf auf das Energieeffizienzlabel. Auf Kühlschränken und Waschmaschinen hat sich das Label schon länger etabliert und auch bei Neuwagen ist es inzwischen auch ein Muss.>>> mehr