Kann man sein Haus sanieren, wie man möchte oder gibt es Vorgaben?

Viele Hauseigentümer wissen oftmals nicht, welche Rechte und Pflichten sie bei der Sanierung ihres Hauses haben. Es gibt eine Vielzahl von Regeln und Vorschriften, die der Eigentümer kennen sollte. Was die energetische Sanierung von Gebäuden angeht, greift die sogenannte Energieeinsparverordnung (kurz EnEV 2014).
Innerhalb dieser Energieeinsparverordnung sind grundsätzlich drei Vorschriften, die Hauskäufer und Hausbesitzer zu beachten haben, verankert:

• Pflicht 1: Wird ein Ein- oder Zweifamilienhaus nach dem 01.02.2002 gekauft, muss der neue Besitzer eine Dämmung der obersten Geschossdecke anbringen. Dabei darf der U- Wert (ein Wert über die Aussage und Qualität des Bauteils) nicht niedriger sein als 0,24 W/(m2K). Ist jedoch die oberste Geschossdecke bereits gedämmt oder auch alternativ das Dach (es muss natürlich nicht den Anforderungen der heutigen EnEV entsprechen), so entfällt die sog. Nachrüstpflicht.
Ausnahme: Findet kein Besitzerwechsel nach Januar 2002 statt, muss auch nicht gedämmt werden.
Die Nachrüstpflicht besteht jedoch unabhängig eines Eigentümerwechsels immer ab 3 Wohneinheiten und mehr.

• Pflicht 2: Heizungsverteil- sowie Warmwasserleitungen in unbeheizten Kellerräumen  müssen gem. den Vorgaben der EnEV 2014 gedämmt und Heizkessel (flüssig oder gasförmig beschickt) von vor 1985 erneuert werden. Kontrolliert wird dies vom Schornsteinfeger.
Ausnahme: Ist der Heizungserzeuger bereits ein Brennwert- oder Niedertemperaturkessel, so entfällt diese Nachrüstpflicht

• Pflicht 3: Wird z.B. eine Außenwand gedämmt, muss dies nach den Vorschriften der EnEV 2014erfolgen. Das bedeutet, dass – wenn Sie schon Ihr Haus dämmen – dieses auch mit einer ausreichend guten Dämmschicht tun muss. Die Vorgaben hinsichtlich der Dämmstoffstärke bzw. des einzuhaltenden U- Wertes werden in der EnEV definiert und müssen eingehalten werden.
Ausnahme: Wer nicht dämmen will, muss es auch nicht tun.

Weitere Informationen unter www.enev-online.de



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